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Herzlich Willkommen !

In diesem Blog finden ein paar meiner Ideen, Ansichten und Gedanken zu verschiedenen Themen, wie psychischen Störungen, Behandlungs-methoden, Modellen oder allegemeine Erlebnisse und Erfahrungen aus meinem Arbeitsbereich Platz.

Vielleicht ist ja das ein oder andere Interessante für Sie dabei.

viel Spaß beim Lesen
herzliche Grüße
Mona Kegel

Warum wir uns manchmal so anstrengen oder…

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Neulich habe ich eine Fortbildung besucht. Es ging unter anderem darum, wie man Stress und Anspannung aus dem Körper bekommt. Denn dort wird sie gespeichert, die Anspannung, im Nervensystem, in den Muskeln und Sehnen die angespannt sind, im Organismus der überwachsam jede kleinste Bewegung im Umfeld sondiert.

Im Umfeld, – der eigenene Körper wird dabei oft viel weniger wahrgenommen als wir vielleicht vermuten würden. Die Aufmerksamkeit ist im Außen, dort, wo die Gefahren lauern. Eine Erhöhte Virgilianz, oder auch Wachsamkeit ist die Folge, man hört das Gras wachsen, jede Stecknadel fallen und jedes kleinste Geräusch kann einen fast Wahnsinnig machen.

Dieser Zustand ist manchen Menschen recht gewohnt, weswegen sie sich damit identifizieren.  So ähnlich, als wenn sie von Kindesbeinen an in einem Wohnwagen aufgewachsen, in einer Tropfsteinhöle oder an sonst irgendwie ungewöhnlichen Orten. Es fühlt sich gewohnt und wie Heimat an.

Deswegen glauben wir, dass dies der beste Ort auf der Welt ist und wir nennen uns dann eben auch eine Zeltbewohnerin, ein Hölenmensch oder was auch immer… So ähnlich ist es mit unserem Nervensystem.

Wir werden geprägt lange bevor wir sprechen oder reflektieren können, ja sogar bevor wir geboren sind. Unser Nervensystem, unser ganzer Organismus passt sich an die Umgebung in der wir heran wachsen perfekt an.  Ist es unsicher, unstedt und Gefährlich ist es sinnvoll sehr aufmerksam zu sein, schließlich könnte ja jederzeit etwas schlimmes passieren und dann müsste man sofort reagieren… Leider sind Menschen die so ein hochsensibles Nervensystem haben immer ein wenig überspannt, oft misstrauisch, ängstlich und grundgestresst. Der Alltag wird zum Überlebnis, für viele Menschen ist das so. Am Abend kommt man dann heim und will nurnoch seine Ruhe haben, will sich nicht mehr anstrenge. Und das nennen wir dann den wohlverdienten Feierabend.

Was wäre, wenn es auch ganz anders sein könnte? Wenn der Alltag einfach nur Alltag und die Zeit nach der Arbeit ebenso mit entspannter und freier Gelassenheit gefüllt wäre wie die Zeit in der Firma? Was wäre, wenn wir nicht unter Zeitdruck, im Stress und stehts am Limit hetzen würden? … Ein Märchen? Vielleicht… vielleicht auch nicht ;-).

Die liebliche Prinzessin auf der Erbse jedenfalls ist ein Märchen. Denn die Prinzessin schläft schlecht und hat daher schlechte Laune.  Sie ist überreizt, anstrengend und angestrengt. Aber sie sieht nett und adrett aus und beschäftigt ein Heer von Bediensteten die, fasziniert von ihrer Feinfühligkeit, alles daran setzen sie mit dem passenden Schutz zufrieden zu stellen.  Aber es nützt nicht recht was. Die Erbse jedenfalls ist nicht wirklich das Problem sondern die Vorstellung vom Absoluten.  Dem absolut Guten z.B. und die Idee, dass man nur die Erbse beseitigen müsste und dann wäre alles gut…zum Beispiel…

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Der Schlüssel zum Glück liegt im Gleichgewicht der Gegensätze!

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