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Herzlich Willkommen !

In diesem Blog finden ein paar meiner Ideen, Ansichten und Gedanken zu verschiedenen Themen, wie psychischen Störungen, Behandlungs-methoden, Modellen oder allegemeine Erlebnisse und Erfahrungen aus meinem Arbeitsbereich Platz.

Vielleicht ist ja das ein oder andere Interessante für Sie dabei.

viel Spaß beim Lesen
herzliche Grüße
Mona Kegel

Wahrnehmung und Wirklichkeit

Bring die Stille in Dein Herz und lausche dem ewigen Lied der Sterne…

bty

Ein Augenblick
hält die Zeit
Ewigkeit
wir

Dies ist mein kürzestes Gedicht. Es beschreibt den einen Augenblick einer Begegnung der immer nur im hier und jetzt stattfinden kann. JETZT ist der einzige Augenblick den es wirklich gibt, spätestens nach dem gleichnamigen Buch von Eckard Tolle habe ich diese Idee aufgenommen. Überlegen Sie einmal: Wie geht es Ihnen JETZT? Und wenn Sie nun den Blick aus der Zukunft und aus der Vergangenheit heraus nehmen und wirklich nur in sich hinein fühlen, was ist JETZT?

Sehr häufig habe ich festgestellt, dass all unsere Sorgen und Probleme selten im JETZT  liegen, sie liegen in alten Verletzungen oder in auf  die Zukunft gerichteten Gruselphantasien.

Kinder sind unsterblich, für sie gibt es oft noch kein Morgen, der Augenblick ist noch unmittelbar und es gibt noch kein Narrativ, keine Erzählung, an der sie ihre Identität festmachen können. Erst durch unsere Geschichte entwickeln wir ein Selbst, erst durch das Selbst, dass sich immer wieder selbst erzählt entwickeln wir eine Vorstellung über unseren Platz in der Welt.

Deswegen ist es wichtig Kinder von ihren Erlebnissen erzählen zu lassen.  Deswegen ist es wichtig, dass wir uns immer einmal wieder fragen: “Wie erzähle ich mich eigentlich?” – JETZT? Wie bewerten Sie sich? Welche Eigenschaften und Erfahrungen betrachten Sie, welche blenden Sie aus? Klassiker sind pauschale Selbstabwertungen wie “ich kann kein Mathe / nicht Malen / bin nicht so kreativ, wortgewandt etc.” oder “x liegt mir nicht”… immer? Wirklich? Gar kein Mathe etc ??? ;-)… genau, darauf kommt es an.

Vielleicht probieren Sie einfach einmal aus, was passiert, wenn Sie nur eine Nuance ändern.

In diesem Augenblick, indem Sie diesen Text lesen können Sie ihre Geschichte ein bisschen anders erzählen. In diesem Augenblick können Sie etwas tun, was Ihr gesamtes Leben in neue Bahnen lenkt. Sie können eine Entscheidung treffen, Sie können über Ihren Schatten springen, Sie können einen freundlichen Gedanken fassen und einen schmerzhaften loslassen, JETZT :). Warum uns dies eben dennoch oft nicht gelingt, dass ist sicherlich ein wichtiges Thema, aber nicht Jetzt. Heute möchte ich Ihnen freimütig und mutig zurufen:

Heute ist der Tag an dem Sie handeln können, immer nur heute, immer nur JETZT. Fragen sie sich ab und an, vielleicht jeden Tag was Sie gerade in einer Minute tun können um Ihr Leben ein wenig zu verschönern. Das Buch “eine Minute für mich” erzählt davon und ich möchte Ihnen Buch und Idee gern ans Herz legen.

Aller Augenblick ist Ewigkeit. Das meint, dass wir, wie die Kinder, die unsterblich sind, ebenso wie sie in jedem Augenblick sein können, und das so ein Augenblick kein Morgen und kein Gestern kennt, daher ist er ewig.

Ich wünsche Ihnen viele wunderbare Augenblicke, Begegnungen eben genau jetzt in diesem Moment, JETZT einen tiefen kraftvollen Atemzug voller Zuversicht.

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Die Karten, welche wir bekommen haben, sind Schicksal, das Spiel aber können wir gestalten….

Eine Zeit lang glaubten die meisten Menschen, dass der Charakter eines Menschen bereits in seinen Genen festgelegt war, andere glauben, dass das Schicksal voherbestimmt, gar unabänderlich ist, wieder andere glauben, dass wir alles in der Hand haben und postulieren “if you can dream it, you can make it”.

Ich glaube, dass wir alle wie ein Teil in einem Mobiles sind; das wir durch unser Umfeld geprägt wurden und werden, dass wir uns, wie ein Baum in einer Landschaft, nach unserem Umfeld ausrichten in das wir hineinwachsen. Ich glaube, dass wir an diesem, unserem Platz in diesem unserem (Um)Feld mit diesen unseren Eigenschaften gestalten können, wenn wir es wollen und wollen können.

Dies können wir dann tun, wenn wir es erkennen und uns dafür entscheiden es zu tun. Für das erste, das Erkennen möchte ich mit diesem Artikel werben. Ich möchte Ihnen Mut machen sich einmal umzuschauen, sich vielleicht einmal ganz bewusst das Kartenspiel anzusehen, was Ihnen in die Wiege und in die Hände gelegt wurde. Nicht alle Karten sind Asse oder Joker, einige haben gleich mehrere schwarze Peter bekommen, das ist ganz unterschiedlich. Es ist nicht gerecht, es ist nicht für oder gegen etwas gerichtet, es ist, wie es ist, nicht mehr und nicht weniger!

Wenn Sie das akzeptieren können Sie beginnen mit dem, was Ihnen zur Verfügung steht zu spielen, zu gestalten.

kartenspiel

Wenn wir uns die Karten neugierig und absichtslos ansehen, sie nur betrachten, wenn wir  bewusst aufhören sie zu bewerten, zu bedauern, sie zu verfluchen oder zu glorifizieren, dann können wir unser Leben viel freimütiger und leichter gestalten!

Vielleicht ist Ihnen dies bewusst; vielleicht leben Sie längst danach und fragen sich nur, wie die verflixten Regeln grad noch waren oder ob Sie dieses Spiel in diesem Umfeld überhaupt noch spielen wollen; vielleicht sind Sie aber auch meisterhaft darin alles perfekt zu kontrollieren, nur ist es längst kein Spiel mehr, das Leben hat seine Leichtigkeit verloren, sie vielleicht nie gewonnen… Es gibt so viele Möglichkeiten mit dieser Metapher zu denken, mit ihr zu spielen, sie zu nutzen, probieren Sie es einmal aus und staunen Sie, was passiert, wenn Sie die Dinge einmal weniger als vorgegeben annehmen.

Der alltägliche Wahn-Sinn

Wahnsinn wird in der Psychologie unter „inhaltliche Denkstörungen“ eingeordnet. Das Denken von einer Person weicht also inhaltlich von dem ab, was als allgemeine Wahrheit angenommen wird. Genauer gesagt geht es darum, welche Bedeutung man einer Wahrnehmung gibt. Die Wahrnehmung der Person stimmt, aber ihre Deutung ist wahnhaft.

In diesem Artikel geht es zum einen darum zu verstehen, was Wahn oder Wahnvorstellung ist und zum anderen darum, dass wir vielleicht alle manchmal ein bisschen Wahnsinnig sind ohne dabei gleich einen sogenannten Krankheitswert zu erreichen. Um den alltäglichen Wahn-Sinn eben. Vielleicht denken Sie an Verfolgungswahn oder den Wahn, dass jemand glaubt Napoleon zu sein, aber dies wären Ausprägungen, die eher einen allgemein erkennbaren Krankheitswert haben. Ich möchte gern auf ein wesentlich leichter nachvollziehbares Beispiel zurück greifen:

Eine Frau geht die Straße entlang und sieht, wie drei Leute auf dem Bürgersteig zusammen stehen und reden, sie geht vorbei und erkennt in einer der Personen ihren Nachbarn. Ihr Nachbar grüßt, sie grüßt zurück. Als sie an der Gruppe vorbei gegangen ist hört sie, lautes gemeinsames Lachen. Jetzt ist sie sich sicher, dass alle über sie lachen, ja, dass Ihr Nachbar sie nicht ausstehen kann, ständig über sie lästert und bestimmt war er es auch, der neulich ihre Fußmatte verkehrt herum gelegt hat um ihr zu drohen.

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