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Herzlich Willkommen !

In diesem Blog finden ein paar meiner Ideen, Ansichten und Gedanken zu verschiedenen Themen, wie psychischen Störungen, Behandlungs-methoden, Modellen oder allegemeine Erlebnisse und Erfahrungen aus meinem Arbeitsbereich Platz.

Vielleicht ist ja das ein oder andere Interessante für Sie dabei.

viel Spaß beim Lesen
herzliche Grüße
Mona Kegel

Traumtänzer oder Realist? … Was ist es, was Du bist?

 

IMG_20180223_215902Menschen, oder besser gesagt der Organismus eines Menschen “hasst” Veränderungen. Veränderungen benötigen Energie, sie bringen uns möglicherweise in Gefahr und man weiß nie, ob es am Ende vielleicht noch schlimmer ist als zur Zeit.

Deswegen leben wir unsere Träume nicht, deswegen stürzen unsere guten Vorsätze  in den Abgrund, der zwischen Idee und Umsetzung liegt.

Um aus der Gewohnheit, der Komfortzone, dem warmen geliebten Schlammloch heraus zu steigen benötigen wir Energie.

Solange das Verharren besser erscheint als der mögliche Gewinn werden wir keine Energie in Veränderungshandlungen investieren.

Es gibt verschiedene Gründe, warum das so ist:

1. Nichts als Realitätsflucht

Der Traum ist nichts als eine vage Vorstellung die uns sehnsuchtsvoll ergreift, wenns einem grad mal anstrengend, stressig oder langweilig ist.  Da will man dann “mal raus”, “ganz was anderes machen”, “endlich mal seine Ruhe”. Kurz, man möchte “von etwas weg” – hauptsächlich. Dabei bleibt es. Wohin es gehen soll ist gerade nicht wichtig, hauptsache NICHT dies hier.

2. Luftschloss ohne Realitätsbezug

Wir haben zwar einen klar benennbaren Traum, eine wunderschöne Idee von der Weltreise, dem Häuschen, dem eigenen Laden, dem kreativen Job, dem Traumpartner, der Famile oder dem ganz anderen Selbst, welches man sein möchte,  aber es bleibt ein Luftschloss. Der Traum bleibt, wie der Elfenbeinturm in der Unendlichen Geschichte, ein Mythos, ungreifbar und unerreichbar, weil ihm die Bodenhaftung fehlt.

3. Akku leider tiefentladen

Wir haben schlicht all unsere Engergie so lange in das Erhalten des alten Zustandes gesteckt, bis auch das letzte Fitzelchen aufgebraucht ist, da ist kein Funken mehr der ein neues Feuer entzünden kann und irgendwann verschwinden dann auch unsere Träume im Nebel des Alltäglichen. Dann kommt der Fatalismus, der Zynismus und wir schlendern geläutert den “Boulevart of broken Dreams” entlang.

4. Friendly Fire und andere Widrigkeiten

Wir lassen uns von Trollen verunsichern, sind im falschen Umfeld und benötigen unsere Energien dazu uns selbst zu schützen und den Alltag zu bewältigen. Es ist als stünden wir auf dem Tennisplatz mit einem mehr oder weniger guten Schläger, gegenüber, hinter dem Netz, eine Wurfmaschine und oder ein Rudel Trolle. Kaum betreten wir das Spielfeld sind wir vollkommen damit beschäftigt uns die Anwürfe, Bemerkungen, Fragen und Blicke vom Hals zu halten, die uns signalisieren, dass es keine gute Idee ist seine Träume in den Focus zu rücken.

5. Schlechtes mentales Werkzeug

Und last but not least: Wir haben keine funktionierenden Werkzeuge die uns bei der Umsetztung von Ideen in Realitäten helfen könnten. Möglicherweise haben wir einige Bücher und Seminare besucht, die uns ermuntert haben an unsere Träume zu glauben, die uns glasklar gemacht haben, das “if you can dream it, you can do it” und vielleicht haben wir auch die 1-2-3 Strategien vom Markt der Möglichkeiten allesamt abgegrast, die “7 Schritte” zum Erfolg und alle ihre Geschwisterideen. Am Ende beschleicht uns das Gefühl mit einem Löffel das Meer auszuschöpfen und wir beginnen zu glauben, dass nicht die Werkzeuge das Problem sind, sondern wir selbst einfach zu doof dafür.

Leider habe ich auch nicht DIE 1-2-3 Strategie zur Zielerreichung für Sie. Veränderungen brauchen Zeit, sie brauchen Mut, sie benötigen eine Portion “mir reichts ich geh schaukeln” und wirklich hilfreich ist eine fette Lebenskrise die einem das Schlammloch deutlich unagennehmer erscheinen lässt als die Alternative…

Die Alternative wäre auf zu stehen, sich zu duschen, frisch anzuziehen und nach Hause zu gehen. Die meisten Menschen in unserm Land, die in einem Schlammloch wohnen, sind darin schon geboren.  Andernfalls würden wir sicher nicht freiwillig dort hinziehen. Wir erleben das, was wir kennen als vertraut, zu unserem Ich zugehörig. Schon Babys hassen es ihrer warmen vollgemachten Windel entledigt zu werden…

Wir lieben unser Schlammloch, wir verteidigen es, wir installieren eine Wirlpoolanlage darin für schöne Blubberbläschen… lassen Sie Ihrer Phantasie freien lauf.

Das ist ok! Niemand muss da raus, Sie dürfen bleiben, solange Sie möchten!  Das ist wichtig, das ist der erste Schritt. Erlauben Sie sich dort zu sein wo Sie sind, nehmen Sie sich so an, wie sie sind, lassen Sie Ihren Blick über ihr Schlammloch schweifen und akzeptieren Sie, wie es gerade ist.

Wo zwickt es? Wie ist die Lage? Was geht grad zu bewegen, wo klemmt was? Wie ist die Temperatur? … und vielleicht, ja, vielleicht denken Sie dann, dass man sich einmal einen kleinen Blick über den Rand gönnen könnte… Am besten erstmal ganz vorsichtig und heimlich, lassen Sie es die Trolle nicht wissen, rennen Sie lieber nicht gleich zu einem Seminar sondern beobachten Sie, wie es sich mit der Vorstellung aufzustehen verhält…

Und vielleicht sehen wir uns dann ja doch eines Tages in einem Kurs oder bei einem Vortrag, dann aber wissen Sie, dass Sie selbst bestimmen, das Sie es können und das nur Sie selbst entscheiden wann Sie wie weit gehen möchten.

Setzen Sie das Schiff Ihrer Träume auf das Meer der Realität, werden Sie zum Kapitän zur Kapitänin in ihrem Leben. Ob im Hafen oder auf dem Ozean, im Kanal oder Wildwasser, das bestimmen Sie! Jedes Schiff ist anders, jeder Kapitän hat seinen oder ihren ganz eigenen Fahrstil…

Es ist nicht leicht, seine Träume zu leben, es ist wunderbar!

 

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