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Herzlich Willkommen !

In diesem Blog finden ein paar meiner Ideen, Ansichten und Gedanken zu verschiedenen Themen, wie psychischen Störungen, Behandlungs-methoden, Modellen oder allegemeine Erlebnisse und Erfahrungen aus meinem Arbeitsbereich Platz.

Vielleicht ist ja das ein oder andere Interessante für Sie dabei.

viel Spaß beim Lesen
herzliche Grüße
Mona Kegel

Der Blutmond, der Alltag, das Mysterium und ich…

sdr

Wunder sind überall, wir sehen sie  nur nicht…

Am letzten Freitag war Blutmond, der Mond sollte überdimensional erscheinen und alle Welt machte sich auf um das Schauspiel zu sehen.  Auch ich war unterwegs – unterwegs und ausgerüstet mit Kamera und Stativ fuhren wir  die alte Kappelner Straße entlang. Ein Mond war nirgends zu sehen – der Sonnenuntergang hing lange am Himmel und war wunderschön.  Das, was ich erhofft hatte zu erleben blieb aus, dafür aber passierte etwas anderes – etwas mystisches, eigenartiges, nicht schönes und doch beeindruckendes. Ein Reh lief vors Auto. Unmittelbar, bremsen, ein Aufschlag… dann Stille und Dunkelheit. Mir schossen Gedanken durch den Kopf, Erinnerungen an die anderen Wildunfälle, die ich erlebt hatte, der Indianer- Mythos, dass die Seele eines getöteten Tieres auf den Menschen übergehen würde und das Bedürfnis mich zu entschuldigen, mich zu bedanken, beides zur gleichen Zeit.

Wir hielten an, schalteten die Warnblinker an, das nächste Auto hielt an, man fragte, ob alles ok sei, telefonierte für uns mit der Polizei, gab das Handy weiter… Wir sollten den Jäger informieren, dort bleiben und warten, gut. Beinahe jeder Wagen der vorbei kam hielt an, das allein war ein Geschenk. “Alles ok, wir hatten einen Wildunfall, warten auf den Jäger, danke, dass Sie angehalten haben!” – und jedes Mal war es ein Segen diese Hilfsbereitschaft zu erleben.

Dann, keine 5 Minuten später hielt ein Auto auf der Gegenfahrbahn, es war der Jäger, er war zufällig vorbei gekommen – wir mussten nicht warten, alles war nach guten 10 Minuten erledigt. Unser Auto hatte keinen Schaden, das Tier war  nicht zu sehen, aber wir hatten es leider erwischt, es waren Haare am Nummernschild und ein Kratzer von einem der Hufe.

Dann fuhren wir zurück in die Stadt – unter dem Blutmond den wir nicht sahen, dann doch noch kurz sahen, auf einer Brücke über die Umgehung bei Adelby. Am Nummernschild ist jetzt ein Kratzer der mich, wie eine Narbe immer an diese Begebenheit erinnern wird.

Für mich war es eine besonderes Begegnung mit einem Tier, mit der Dankbarkeit, dem Bedauern, dem Schmerz und der Freude zugleich, mitten in der Nacht, im Wald, unter dem Blutmond der verborgen blieb – Das Mysterium findet im Hauptbahnhof statt, jeden Tag, wir sehen es nur nicht.

 

Humor hilft heilen ;-)… oder: Die etwas andere Aufforderung zum Lösen…

totes Pferd in farbe Klein

Heute gibt es ein paar nicht ganz ernst gemeinte “ultimative Unternehmenstipps”…

Ich habe sie vor ein paar Jahren einmal von einer Freundin zugeschickt bekommen und sie heute Morgen in meinen Archiven wiederentdeckt.

Daten checken und aufräumen ist Prokastitination 2.0 ;-), man bildet sich ein etwas nützliches zu tun und schafft es so galant sich um wichtigere Dinge zu drücken, die aber weniger reizvoll erscheinen, wie Buchführung z.B. Aber einen positiven Nebeneffekt hat es: Man entdeckt die eine oder andere schicke Kuriosität. Diese möchte ich heute mit Ihnen teilen: Wenn Du bemerkst, dass Dein Pferd tot ist, dann steig ab!  Ist ja ganz einfach, viel zu einfach für eine Unternehmens- beratung, die etwas auf sich hält ;-) – also werden jede Menge großartige Ideen – und sie sind sicher auch nützlich, aber nicht dann, wenn das Tier schon tot ist…  Manchmal spart man eine Menge Geld, Zeit und Energie wenn man sich eingesteht, dass es ist, wie es ist – achtsame Akzeptanz ist auch hier ein guter Blick um Wesentliches zu erkennen. Sollte die eine oder andere der untenstehenden Ideen Ihnen schon einmal  untergekommen sein, dann schmunzeln Sie und beherzigen Sie die  oben stehende Weisheit der Dakota Indiander. HÖR AUF; STEIG AB; FANG AN.

 

… andere Strategien, nach denen man in dieser Situation handeln kann:

  • Besorg eine stärkere Peitsche.
  • Wechsel die Reiter.
  •  Sag: So haben wir das Pferd doch immer geritten.
  • Gründe einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
  • Besuche andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
  •  Erhöhe die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
  •  Bilde eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
  • Schiebe eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
  • Entwickel ein Spezialtraining für tote Pferde
  • Schiebe eine Motivationseinheit ein, um mehr Spaß beim reiten toter Pferde zu haben
  • Stelle Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
  • Ändere die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.
  • Senke die Leistungsanforderungen an tote Pferde
  • Verkleinere den Verantwortungsbereich des toten Pferdes.
  • Kaufe Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
  • Erkläre: Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch reiten könnte.
  • Beantrage zusätzliche Mittel, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
  • Mache eine Studie, um zu sehen, ob es Berater gibt, die das tote Pferd billiger reiten.
  • Kaufe ein Produkt, das tote Pferde schneller laufen lässt.
  •  Bilde Sonderabteilungen, die sich mit den Bedürfnissen von toten Pferden befassen
  • Strukturiere um, damit ein anderer das tote Pferd bekommt
  • Schirre mehrere tote Pferde zusammen, um Synergieeffekte zu nutzen
  • Suche den, der schuld sein könnte am Tod des Pferdes
  • Erkläre, dass unser Pferd besser, schneller und billiger tot ist.
  • Bilde einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
  • Überarbeite die Leistungsbedingungen für Pferde.
  • Richte eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.
  • Behaupte: “Das tote Pferd funktioniert wie vorgesehen.”
  • Lasse das tote Pferd 48 Stunden ausruhen und probiere aus, ob es danach wieder läuft.

…weitere Strategien um Konsequenzen zu verschleppen.

  • Wer sagt dass man tote Pferde nicht reiten kann?
  • Lass das Pferd schnellstens zertifizieren.
  •  Frier das Pferd ein und warte auf eine neue Technik,die es ermöglicht, tote Pferde zu reiten.
  • Bilde einen Gebetskreis der das Pferd gesund betet.
  • Stelle das tote Pferd bei jemand anderem in den Stall und behaupten, es sei seines.
  •  Stelle fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten und erklären dies zum Normalzustand!
  • Ändere die Anforderung von reiten in bewegen und erteile einen neuen Entwicklungsauftrag.
  • Source das Pferd aus.
  • Wetten, dass das Vieh nur simuliert!
  • Wenn man das tote Pferd schon nicht reiten kann, dann kann es doch wenigstens eine Kutsche ziehen… oder?!

Wie man Veränderungen er-lebt….

bty

oder – warum wir unseren Schatten umarmen sollten…

In diesem Artikel geht es um Akzeptanz, ums Annehmen, ums Hinsehen und ums Sein, also um DAS  Sein, vollständig, bei sich, gelassen, frei, zu Hause, man selbst … SEIN.

Wenn wir etwas nicht wollen, dann mögen wir dort auch nicht hinsehen, wir verdrängen, verändern, erklären… aber im Grunde wäre Aktzeptanz das Zauberwort….

Wenn wir unseren Schatten umarmen werden wir vollständig SEIN

Das ist einfach, aber nicht leicht. zum Hinsehen braucht man neben Mut auch die Gewissheit “es” aushalten zu können, also das, was da ist, so, wie es ist mit allen Facetten, mit allem Schönen und allem Schlimmen und das am besten noch gleichzeitig.

Es ist, wie es ist! Vielleicht wagen Sie mit mir ein kleines verwegenes Gedankenexperiment:

Nehmen Sie etwas, von dem Sie bisher glaubten, es wäre eine Schwäche von Ihnen, ein Versagen oder ein Missstand. Legen Sie dieses “Schlechte” in eine Handfläche.

Betrachten Sie jetzt die andere Handfläche, in Ihr liegt das Gute am Schlechten, das Schöne am Hässlichen, das Glück im Versagen, kurz, das Positive, was Sie bisher nicht gesehen haben, weil Sie das Schlechte so intensiv focussiert haben.  Es ist da, auch, wenn es vielleicht einen Moment dauert, bis Sie es wahrnehmen können, es ist immer da.

Und jetzt, wenn Ihnen auch das Gute sichtbar geworden ist versuchen Sie einmal beide Seiten gleichzeitig zu betrachten.

Das eine, links, das andere rechts… beides gleichzeitig … beobachten Sie was passiert, wenn Sie die Gegensätze zur gleichen Zeit betrachten.

Bring die Stille in Dein Herz und lausche dem ewigen Lied der Sterne…

bty

Ein Augenblick
hält die Zeit
Ewigkeit
wir

Dies ist mein kürzestes Gedicht. Es beschreibt den einen Augenblick einer Begegnung der immer nur im hier und jetzt stattfinden kann. JETZT ist der einzige Augenblick den es wirklich gibt, spätestens nach dem gleichnamigen Buch von Eckard Tolle habe ich diese Idee aufgenommen. Überlegen Sie einmal: Wie geht es Ihnen JETZT? Und wenn Sie nun den Blick aus der Zukunft und aus der Vergangenheit heraus nehmen und wirklich nur in sich hinein fühlen, was ist JETZT?

Sehr häufig habe ich festgestellt, dass all unsere Sorgen und Probleme selten im JETZT  liegen, sie liegen in alten Verletzungen oder in auf  die Zukunft gerichteten Gruselphantasien.

Kinder sind unsterblich, für sie gibt es oft noch kein Morgen, der Augenblick ist noch unmittelbar und es gibt noch kein Narrativ, keine Erzählung, an der sie ihre Identität festmachen können. Erst durch unsere Geschichte entwickeln wir ein Selbst, erst durch das Selbst, dass sich immer wieder selbst erzählt entwickeln wir eine Vorstellung über unseren Platz in der Welt.

Deswegen ist es wichtig Kinder von ihren Erlebnissen erzählen zu lassen.  Deswegen ist es wichtig, dass wir uns immer einmal wieder fragen: “Wie erzähle ich mich eigentlich?” – JETZT? Wie bewerten Sie sich? Welche Eigenschaften und Erfahrungen betrachten Sie, welche blenden Sie aus? Klassiker sind pauschale Selbstabwertungen wie “ich kann kein Mathe / nicht Malen / bin nicht so kreativ, wortgewandt etc.” oder “x liegt mir nicht”… immer? Wirklich? Gar kein Mathe etc ??? ;-)… genau, darauf kommt es an.

Vielleicht probieren Sie einfach einmal aus, was passiert, wenn Sie nur eine Nuance ändern.

In diesem Augenblick, indem Sie diesen Text lesen können Sie ihre Geschichte ein bisschen anders erzählen. In diesem Augenblick können Sie etwas tun, was Ihr gesamtes Leben in neue Bahnen lenkt. Sie können eine Entscheidung treffen, Sie können über Ihren Schatten springen, Sie können einen freundlichen Gedanken fassen und einen schmerzhaften loslassen, JETZT :). Warum uns dies eben dennoch oft nicht gelingt, dass ist sicherlich ein wichtiges Thema, aber nicht Jetzt. Heute möchte ich Ihnen freimütig und mutig zurufen:

Heute ist der Tag an dem Sie handeln können, immer nur heute, immer nur JETZT. Fragen sie sich ab und an, vielleicht jeden Tag was Sie gerade in einer Minute tun können um Ihr Leben ein wenig zu verschönern. Das Buch “eine Minute für mich” erzählt davon und ich möchte Ihnen Buch und Idee gern ans Herz legen.

Aller Augenblick ist Ewigkeit. Das meint, dass wir, wie die Kinder, die unsterblich sind, ebenso wie sie in jedem Augenblick sein können, und das so ein Augenblick kein Morgen und kein Gestern kennt, daher ist er ewig.

Ich wünsche Ihnen viele wunderbare Augenblicke, Begegnungen eben genau jetzt in diesem Moment, JETZT einen tiefen kraftvollen Atemzug voller Zuversicht.

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Die Karten, welche wir bekommen haben, sind Schicksal, das Spiel aber können wir gestalten….

Eine Zeit lang glaubten die meisten Menschen, dass der Charakter eines Menschen bereits in seinen Genen festgelegt war, andere glauben, dass das Schicksal voherbestimmt, gar unabänderlich ist, wieder andere glauben, dass wir alles in der Hand haben und postulieren “if you can dream it, you can make it”.

Ich glaube, dass wir alle wie ein Teil in einem Mobiles sind; das wir durch unser Umfeld geprägt wurden und werden, dass wir uns, wie ein Baum in einer Landschaft, nach unserem Umfeld ausrichten in das wir hineinwachsen. Ich glaube, dass wir an diesem, unserem Platz in diesem unserem (Um)Feld mit diesen unseren Eigenschaften gestalten können, wenn wir es wollen und wollen können.

Dies können wir dann tun, wenn wir es erkennen und uns dafür entscheiden es zu tun. Für das erste, das Erkennen möchte ich mit diesem Artikel werben. Ich möchte Ihnen Mut machen sich einmal umzuschauen, sich vielleicht einmal ganz bewusst das Kartenspiel anzusehen, was Ihnen in die Wiege und in die Hände gelegt wurde. Nicht alle Karten sind Asse oder Joker, einige haben gleich mehrere schwarze Peter bekommen, das ist ganz unterschiedlich. Es ist nicht gerecht, es ist nicht für oder gegen etwas gerichtet, es ist, wie es ist, nicht mehr und nicht weniger!

Wenn Sie das akzeptieren können Sie beginnen mit dem, was Ihnen zur Verfügung steht zu spielen, zu gestalten.

kartenspiel

Wenn wir uns die Karten neugierig und absichtslos ansehen, sie nur betrachten, wenn wir  bewusst aufhören sie zu bewerten, zu bedauern, sie zu verfluchen oder zu glorifizieren, dann können wir unser Leben viel freimütiger und leichter gestalten!

Vielleicht ist Ihnen dies bewusst; vielleicht leben Sie längst danach und fragen sich nur, wie die verflixten Regeln grad noch waren oder ob Sie dieses Spiel in diesem Umfeld überhaupt noch spielen wollen; vielleicht sind Sie aber auch meisterhaft darin alles perfekt zu kontrollieren, nur ist es längst kein Spiel mehr, das Leben hat seine Leichtigkeit verloren, sie vielleicht nie gewonnen… Es gibt so viele Möglichkeiten mit dieser Metapher zu denken, mit ihr zu spielen, sie zu nutzen, probieren Sie es einmal aus und staunen Sie, was passiert, wenn Sie die Dinge einmal weniger als vorgegeben annehmen.