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Herzlich Willkommen !

In diesem Blog finden ein paar meiner Ideen, Ansichten und Gedanken zu verschiedenen Themen, wie psychischen Störungen, Behandlungs-methoden, Modellen oder allegemeine Erlebnisse und Erfahrungen aus meinem Arbeitsbereich Platz.

Vielleicht ist ja das ein oder andere Interessante für Sie dabei.

viel Spaß beim Lesen
herzliche Grüße
Mona Kegel

Hochsensibel, Rose oder Mimose? Der Mythos vom besonderen Sein

 

Ich werde ab und an auf das Thema Hochsensibilität angesprochen. Deswegen möchte ich hier einmal ein paar allgemeine Erklärungen dazu abgegeben.

Es gibt einige Bücher zu dem Thema und eine Menge Mythen ranken sich darum. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Konstrukte zu diesem Thema reichen von Pränataler, gar transgenerativer Prägung oder genetischer Vorbestimmung, über spirituelle Vorsehung bin hin zu Traumafolgestörung.

Dabei ensteht schnell die Frage:

Is it a bug or a feature?

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Hochsensibilität kann, muss aber keine identitätsstiftende Eigenschaft sein!

***

Ich folge mit dieser oben genannten These einem Gedanken von Dami Charf. Vielleicht lohnt es sich einmal über folgende Fragen nachzudenken:  Wie bewerten wir unsere Eigenschaften? Und was bedeuten unsere Eigenschaften für unsere Identität. Was wären wir ohne unsere Eigenschaften? Meine Antwort: Wir wären gleichwertig, gleich und wertig!

Hochsensibilität ist ein Begriff der sehr polarisieren kann. Nervige histrionische Narzisse, schwache überemfindliche und zerbrechliche Mimose oder besondere tiefe empathische und damit wertvolle Person?
Also quasi: Rose, Narzisse oder Mimose? Alles, denke ich.

Die sensible Wahrnehmung an sich, ist dabei gar nicht das hüpfende Komma, sondern es geht vielmehr darum, wie wir diese Eigenschaften bewerten und ob wir sie selbstwirksam gestalten können oder nicht.
Ob wir Ofper, Täter*in oder Gestalter*in sind.

Ich habe “hochsensible” Menschen kennen gelernt, die sich mit ihrer Eigenheit eingerichtet und es sogar für sich als besondere Identität definiert haben. Vielleicht ist es sogar so, dass sie insgeheim ein bisschen auf die “normalen” Menschen herab schauen, weil sie sich selbst für so viel feinfühliger, tiefsinniger und wertvoller sehen möchten, als ihr Umfeld. Normal, gar durchschnittlich zu sein klingt in diesen Ohren wohl eher als Beleidigung. Ich habe auch “hochsensible” Menschen kennengelernt die sehr unter ihrer niedrigen Reizschwelle gelitten haben, die sehr gern weniger emfinden würden, sich vielleicht mit allerei Dingen betäuben und die sich sehnlichst wünschten einfach nur “normal” zu sein. Und ich habe auch “hochsensible” Menschen kennengelernt, die ganz gelassen und frei mit ihren Eigenschaften leben, als Mensch unter Menschen im Bewusstsein von Verbundenheit und Individualität zur gleichen Zeit. Letztere bezeichnen sich selbst selten als “hochsensibel”, besonders oder leidend.

Hauptmerkmale von Hochsensibilität sind:

  • überdurchschnittlich intensive Wahrnehmung von Außenreizen wie z.B.
    Gerüchen, Licht, Geräuschen oder taktilen Reizen
  • Wahrnehmung von Zwischentönen und zwischenmenschlichen Stimmungen, Raumklima, Feldern…
  • intensive Intuition, Kreativität und Intensität von Erleben

Dann kommen noch eine Menge anderer Beschreibungen hinzu, die ich in die Kathegorie “abhängig von emotionaler Bewertung” einordnen würde, hier einige von ihnen:

  • Überflutet werden von den Gefühlen anderer Menschen, äußeren Stimmungen, Geräuschen etc.was einen dann auch noch wütend machen oder zu Angststörungen führen kann…
  • Alles auf sich beziehen und sich für alles verantwortlich fühlen (magisches Denken und hohes Kontoll- und Sicherheitsbedürfnis)
  • Es finden immer wieder dramatische Ereignisse statt, man scheint sie anzuziehen, das Leben ist manchmal wie in einem Hollywoodfilm, das Karma scheint äußerst bewegt zu sein – Dramaqueens & Kings par exellence
  • Sich als etwas besonderes empfinden, besonders schlecht oder besonders gut, beides oder eben einfach anders
  • Gefühle von Zorn, Rage, Wut, Ohnmacht, Verachtung, Selbstabwertung und Harmoniesucht zur gleichen Zeit
  • Einsamkeit und Gefühle von getrennt sein, fremd sein, wie ein Alien sein
  • Das Bedürfnis zu gefallen, richtig zu sein, weil man Ablehnung, die man natürlich sofort spürt, kaum aushalten kann

Über die Ursachen von Hochsensibilität gibt es, wie gesagt unterschiedliche Thesen.  Fakt ist aber auch:
Menschen die ein Entwicklungstrauma erlebt haben, sind oft sehr dünnhäutig. Ihr Toleranzfenster ist so schmal, dass sie sehr schnell herausfallen aus der Normalität und dann sind sie entweder übererregt oder kollabieren quasi. Sie sind ständig im Alarmmodus und scannen sich und ihre Umwelt bewusst und unbewusst auf Gefahren. Das macht das Leben, jede Begegnung, Arbeiten, ja jede noch so kleine Aufgabe zur Schwerstarbeit. Alles kostet ein Vielfaches der notwendigen Energie, alles ist viel schwerer als es sein müsste. Die Folge ist dauernde Erschöpfung, schnelle Reizüberflutung und Empfindlichkeit.
Hinzu kommt dann noch das innere Weltbild (Mindset) – ein Traumabedingtes Mindset ist oft sehr belastend. Man traut niemandem, man braucht stehts das Gefühl der Kontrolle und Sicherheit, man bezieht jede Stimmung auf sich und glaubt, dass man für die Stimmungen der anderen Menschen verantwortlich ist sowie, dass man Schuld an Ablehnung oder Missstimmung ist. In der Regel können Streit oder Konflikte schwer ausgehalten werden weil sie irgendwie immer die Gefahr von Trennung oder schlimmen Verletzungen vermitteln. Verschieden sein, unterschiedlicher Meinung sein, unterschiedliche Vorlieben haben kann für diese Menschen sehr problematisch sein.

Dies ist nur die “spitze des Eisbergs” – aber es macht vielleicht deutlich, dass die Frage vielleicht nicht lauten sollte, ob jemand der die, die oben genannten Eigenschaften hat,  krank oder gesund ist, richtig oder falsch ist – auch, wenn dies die Frage ist, die sich diese Menschen irrtümlicherweise stets stellen. Auch bringt uns die Frage nach den Ursachen weniger zu einem erfüllten glücklichen Leben.

Vielleicht sollte die Frage eher lauten:
Wer will ich sein? Und wie finde ich nach Hause zu mir?

Es gibt ganz sicher Wege und Möglichkeiten Heimat in sich selbst zu finden. Wenn man lernt:

- Die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu wahren, im Körper, im Denken und im Fühlen
– Die Wahrnehmung zu erweitern und zu zentrieren (ja, man kann das lernen!)
– Die alten Wunden zu heilen und den inneren Krieg zu befrieden (dafür gibt es Traumatherapie)
-  Ein zieldienliches und lösungsorientiertes Mindset aufzubauen (Glaubenssätze und Meme überarbeiten)
-  Die eigenen Emotionen zu regulieren sich selbst zu beruhigen (selbstregulation)
- vom Opfer zum Gestalter, zur Gestalterin zu werden
- sich eine zieldienliche Haltung von Akzeptanz,  Absichtslosigkeit und tiefer Gelassenheit zu gönnen
- spielerisches Denken und  Handeln einzusetzen und alle Umstände als Lernchanchen zu nutzen

Dann kann man die Eigenschaften von Empathiefähigkeit, Intensität, Intuition und einer weiten, tiefen Bandbreite von Empfindungen nutzen, genießen und gelassen, sicher und frei (er) leben.

Es funktioniert und es lohnt sich – versprochen!

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Der Blutmond, der Alltag, das Mysterium und ich…

sdr

Wunder sind überall, wir sehen sie  nur nicht…

Am letzten Freitag war Blutmond, der Mond sollte überdimensional erscheinen und alle Welt machte sich auf um das Schauspiel zu sehen.  Auch ich war unterwegs – unterwegs und ausgerüstet mit Kamera und Stativ fuhren wir  die alte Kappelner Straße entlang. Ein Mond war nirgends zu sehen – der Sonnenuntergang hing lange am Himmel und war wunderschön.  Das, was ich erhofft hatte zu erleben blieb aus, dafür aber passierte etwas anderes – etwas mystisches, eigenartiges, nicht schönes und doch beeindruckendes. Ein Reh lief vors Auto. Unmittelbar, bremsen, ein Aufschlag… dann Stille und Dunkelheit. Mir schossen Gedanken durch den Kopf, Erinnerungen an die anderen Wildunfälle, die ich erlebt hatte, der Indianer- Mythos, dass die Seele eines getöteten Tieres auf den Menschen übergehen würde und das Bedürfnis mich zu entschuldigen, mich zu bedanken, beides zur gleichen Zeit.

Wir hielten an, schalteten die Warnblinker an, das nächste Auto hielt an, man fragte, ob alles ok sei, telefonierte für uns mit der Polizei, gab das Handy weiter… Wir sollten den Jäger informieren, dort bleiben und warten, gut. Beinahe jeder Wagen der vorbei kam hielt an, das allein war ein Geschenk. “Alles ok, wir hatten einen Wildunfall, warten auf den Jäger, danke, dass Sie angehalten haben!” – und jedes Mal war es ein Segen diese Hilfsbereitschaft zu erleben.

Dann, keine 5 Minuten später hielt ein Auto auf der Gegenfahrbahn, es war der Jäger, er war zufällig vorbei gekommen – wir mussten nicht warten, alles war nach guten 10 Minuten erledigt. Unser Auto hatte keinen Schaden, das Tier war  nicht zu sehen, aber wir hatten es leider erwischt, es waren Haare am Nummernschild und ein Kratzer von einem der Hufe.

Dann fuhren wir zurück in die Stadt – unter dem Blutmond den wir nicht sahen, dann doch noch kurz sahen, auf einer Brücke über die Umgehung bei Adelby. Am Nummernschild ist jetzt ein Kratzer der mich, wie eine Narbe immer an diese Begebenheit erinnern wird.

Für mich war es eine besonderes Begegnung mit einem Tier, mit der Dankbarkeit, dem Bedauern, dem Schmerz und der Freude zugleich, mitten in der Nacht, im Wald, unter dem Blutmond der verborgen blieb – Das Mysterium findet im Hauptbahnhof statt, jeden Tag, wir sehen es nur nicht.

 

Humor hilft heilen ;-)… oder: Die etwas andere Aufforderung zum Lösen…

totes Pferd in farbe Klein

Heute gibt es ein paar nicht ganz ernst gemeinte “ultimative Unternehmenstipps”…

Ich habe sie vor ein paar Jahren einmal von einer Freundin zugeschickt bekommen und sie heute Morgen in meinen Archiven wiederentdeckt.

Daten checken und aufräumen ist Prokastitination 2.0 ;-), man bildet sich ein etwas nützliches zu tun und schafft es so galant sich um wichtigere Dinge zu drücken, die aber weniger reizvoll erscheinen, wie Buchführung z.B. Aber einen positiven Nebeneffekt hat es: Man entdeckt die eine oder andere schicke Kuriosität. Diese möchte ich heute mit Ihnen teilen: Wenn Du bemerkst, dass Dein Pferd tot ist, dann steig ab!  Ist ja ganz einfach, viel zu einfach für eine Unternehmens- beratung, die etwas auf sich hält ;-) – also werden jede Menge großartige Ideen – und sie sind sicher auch nützlich, aber nicht dann, wenn das Tier schon tot ist…  Manchmal spart man eine Menge Geld, Zeit und Energie wenn man sich eingesteht, dass es ist, wie es ist – achtsame Akzeptanz ist auch hier ein guter Blick um Wesentliches zu erkennen. Sollte die eine oder andere der untenstehenden Ideen Ihnen schon einmal  untergekommen sein, dann schmunzeln Sie und beherzigen Sie die  oben stehende Weisheit der Dakota Indiander. HÖR AUF; STEIG AB; FANG AN.

 

… andere Strategien, nach denen man in dieser Situation handeln kann:

  • Besorg eine stärkere Peitsche.
  • Wechsel die Reiter.
  •  Sag: So haben wir das Pferd doch immer geritten.
  • Gründe einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
  • Besuche andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
  •  Erhöhe die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
  •  Bilde eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
  • Schiebe eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
  • Entwickel ein Spezialtraining für tote Pferde
  • Schiebe eine Motivationseinheit ein, um mehr Spaß beim reiten toter Pferde zu haben
  • Stelle Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
  • Ändere die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.
  • Senke die Leistungsanforderungen an tote Pferde
  • Verkleinere den Verantwortungsbereich des toten Pferdes.
  • Kaufe Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
  • Erkläre: Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch reiten könnte.
  • Beantrage zusätzliche Mittel, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
  • Mache eine Studie, um zu sehen, ob es Berater gibt, die das tote Pferd billiger reiten.
  • Kaufe ein Produkt, das tote Pferde schneller laufen lässt.
  •  Bilde Sonderabteilungen, die sich mit den Bedürfnissen von toten Pferden befassen
  • Strukturiere um, damit ein anderer das tote Pferd bekommt
  • Schirre mehrere tote Pferde zusammen, um Synergieeffekte zu nutzen
  • Suche den, der schuld sein könnte am Tod des Pferdes
  • Erkläre, dass unser Pferd besser, schneller und billiger tot ist.
  • Bilde einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
  • Überarbeite die Leistungsbedingungen für Pferde.
  • Richte eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.
  • Behaupte: “Das tote Pferd funktioniert wie vorgesehen.”
  • Lasse das tote Pferd 48 Stunden ausruhen und probiere aus, ob es danach wieder läuft.

…weitere Strategien um Konsequenzen zu verschleppen.

  • Wer sagt dass man tote Pferde nicht reiten kann?
  • Lass das Pferd schnellstens zertifizieren.
  •  Frier das Pferd ein und warte auf eine neue Technik,die es ermöglicht, tote Pferde zu reiten.
  • Bilde einen Gebetskreis der das Pferd gesund betet.
  • Stelle das tote Pferd bei jemand anderem in den Stall und behaupten, es sei seines.
  •  Stelle fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten und erklären dies zum Normalzustand!
  • Ändere die Anforderung von reiten in bewegen und erteile einen neuen Entwicklungsauftrag.
  • Source das Pferd aus.
  • Wetten, dass das Vieh nur simuliert!
  • Wenn man das tote Pferd schon nicht reiten kann, dann kann es doch wenigstens eine Kutsche ziehen… oder?!

Wie man Veränderungen er-lebt….

bty

oder – warum wir unseren Schatten umarmen sollten…

In diesem Artikel geht es um Akzeptanz, ums Annehmen, ums Hinsehen und ums Sein, also um DAS  Sein, vollständig, bei sich, gelassen, frei, zu Hause, man selbst … SEIN.

Wenn wir etwas nicht wollen, dann mögen wir dort auch nicht hinsehen, wir verdrängen, verändern, erklären… aber im Grunde wäre Aktzeptanz das Zauberwort….

Wenn wir unseren Schatten umarmen werden wir vollständig SEIN

Das ist einfach, aber nicht leicht. zum Hinsehen braucht man neben Mut auch die Gewissheit “es” aushalten zu können, also das, was da ist, so, wie es ist mit allen Facetten, mit allem Schönen und allem Schlimmen und das am besten noch gleichzeitig.

Es ist, wie es ist! Vielleicht wagen Sie mit mir ein kleines verwegenes Gedankenexperiment:

Nehmen Sie etwas, von dem Sie bisher glaubten, es wäre eine Schwäche von Ihnen, ein Versagen oder ein Missstand. Legen Sie dieses “Schlechte” in eine Handfläche.

Betrachten Sie jetzt die andere Handfläche, in Ihr liegt das Gute am Schlechten, das Schöne am Hässlichen, das Glück im Versagen, kurz, das Positive, was Sie bisher nicht gesehen haben, weil Sie das Schlechte so intensiv focussiert haben.  Es ist da, auch, wenn es vielleicht einen Moment dauert, bis Sie es wahrnehmen können, es ist immer da.

Und jetzt, wenn Ihnen auch das Gute sichtbar geworden ist versuchen Sie einmal beide Seiten gleichzeitig zu betrachten.

Das eine, links, das andere rechts… beides gleichzeitig … beobachten Sie was passiert, wenn Sie die Gegensätze zur gleichen Zeit betrachten.

Bring die Stille in Dein Herz und lausche dem ewigen Lied der Sterne…

bty

Ein Augenblick
hält die Zeit
Ewigkeit
wir

Dies ist mein kürzestes Gedicht. Es beschreibt den einen Augenblick einer Begegnung der immer nur im hier und jetzt stattfinden kann. JETZT ist der einzige Augenblick den es wirklich gibt, spätestens nach dem gleichnamigen Buch von Eckard Tolle habe ich diese Idee aufgenommen. Überlegen Sie einmal: Wie geht es Ihnen JETZT? Und wenn Sie nun den Blick aus der Zukunft und aus der Vergangenheit heraus nehmen und wirklich nur in sich hinein fühlen, was ist JETZT?

Sehr häufig habe ich festgestellt, dass all unsere Sorgen und Probleme selten im JETZT  liegen, sie liegen in alten Verletzungen oder in auf  die Zukunft gerichteten Gruselphantasien.

Kinder sind unsterblich, für sie gibt es oft noch kein Morgen, der Augenblick ist noch unmittelbar und es gibt noch kein Narrativ, keine Erzählung, an der sie ihre Identität festmachen können. Erst durch unsere Geschichte entwickeln wir ein Selbst, erst durch das Selbst, dass sich immer wieder selbst erzählt entwickeln wir eine Vorstellung über unseren Platz in der Welt.

Deswegen ist es wichtig Kinder von ihren Erlebnissen erzählen zu lassen.  Deswegen ist es wichtig, dass wir uns immer einmal wieder fragen: “Wie erzähle ich mich eigentlich?” – JETZT? Wie bewerten Sie sich? Welche Eigenschaften und Erfahrungen betrachten Sie, welche blenden Sie aus? Klassiker sind pauschale Selbstabwertungen wie “ich kann kein Mathe / nicht Malen / bin nicht so kreativ, wortgewandt etc.” oder “x liegt mir nicht”… immer? Wirklich? Gar kein Mathe etc ??? ;-)… genau, darauf kommt es an.

Vielleicht probieren Sie einfach einmal aus, was passiert, wenn Sie nur eine Nuance ändern.

In diesem Augenblick, indem Sie diesen Text lesen können Sie ihre Geschichte ein bisschen anders erzählen. In diesem Augenblick können Sie etwas tun, was Ihr gesamtes Leben in neue Bahnen lenkt. Sie können eine Entscheidung treffen, Sie können über Ihren Schatten springen, Sie können einen freundlichen Gedanken fassen und einen schmerzhaften loslassen, JETZT :). Warum uns dies eben dennoch oft nicht gelingt, dass ist sicherlich ein wichtiges Thema, aber nicht Jetzt. Heute möchte ich Ihnen freimütig und mutig zurufen:

Heute ist der Tag an dem Sie handeln können, immer nur heute, immer nur JETZT. Fragen sie sich ab und an, vielleicht jeden Tag was Sie gerade in einer Minute tun können um Ihr Leben ein wenig zu verschönern. Das Buch “eine Minute für mich” erzählt davon und ich möchte Ihnen Buch und Idee gern ans Herz legen.

Aller Augenblick ist Ewigkeit. Das meint, dass wir, wie die Kinder, die unsterblich sind, ebenso wie sie in jedem Augenblick sein können, und das so ein Augenblick kein Morgen und kein Gestern kennt, daher ist er ewig.

Ich wünsche Ihnen viele wunderbare Augenblicke, Begegnungen eben genau jetzt in diesem Moment, JETZT einen tiefen kraftvollen Atemzug voller Zuversicht.

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