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Herzlich Willkommen !

In diesem Blog finden ein paar meiner Ideen, Ansichten und Gedanken zu verschiedenen Themen, wie psychischen Störungen, Behandlungs-methoden, Modellen oder allegemeine Erlebnisse und Erfahrungen aus meinem Arbeitsbereich Platz.

Vielleicht ist ja das ein oder andere Interessante für Sie dabei.

viel Spaß beim Lesen
herzliche Grüße
Mona Kegel

Augen auf beim Matching…

ich hab heute mal was schickes lustiges erlebt, was ich gern (mit) teilen möchte:

Ich bekam heute einen Brief der Zulassungsstelle:
Ich hätte meinen Wohnsitz und meinen Namen geändert und es versäumt mein Fahrzeug umzumelden, ich sollte daher meine Anschriftänderung unverzüglich melden…
okay… also rief ich dort an und teilte unverzüglich mit:
Ich hätte gar kein Auto, wäre nicht umgezogen und trüge seit 10 Jahren den gleichen Namen… ;-))

Es stellte sich heraus, dass es eine Dame gibt, die am gleichen Tag wie ich Geburtstag hat und ähnlich (nicht gleich) meinem Mädchennamen Jacobs (nicht Jacobsen) heißt…
wo die Dame wohnt weiß ich natürlich nicht, weiß jetzt aber, seit wann sie welches Auto, mit welchem Kennzeichen fährt. Möge sie glücklich und zufrieden sein – vermutlich ist sie nicht umgezogen und hat auch ihren Namen nicht verändert…

… vielleicht war der Sachbearbeiter übermüdet, neu oder besonders dienstbeflissen, dass ihm nicht auffallen konnte, dass eine Übereinstimmung unwahrscheinlich reicht…

Was sagt mir das? Menschen suchen immer und überall nach Kohärenz, der Struktur wegen.
Augen auf beim Matching :-)

Ich wünsche Ihnen beste Tage! – und sende Liebe Grüße

Der ganze Trick zur Pünktlichkeit

Gehören Sie zu den Menschen, die häufig zu spät kommen? Passiert es Ihnen immer wieder, dass Sie abgehetzt und auf den letzten Drücker ankommen, vielleicht dann auch noch die Hälfte vergessen haben? Dann ist dieser Artikel für Sie.

Menschen, die oft zu spät kommen haben den Zeitpunkt vor Augen an dem Sie ankommen müssen. Des Weiteren unterschätzen sie die Zeit, die sie für den Weg brauchen oder blenden diese sogar gänzlich aus. Der ganze Trick besteht darin sich die Zeit zu merken und als Termin zu verinnerlichen an der man losgehen muss.

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Flensburger Schwerhörigenverein berät bei Problemen

Durch einen Kurs habe ich vor etwa zwei Jahren Karin Pfeiffer kennen gelernt. Sie arbeitet ehrenamtlich für den Schwerhörigenverein Flensburg, der sich um die Belange der Schwerhörigen und ertaubten sowie CI Träger kümmert. Ich selbst habe durch sie viel Neues Erfahren und empfinde es immer wieder als Bereicherung die Welt auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. An dieser Stelle habe ich einmal ein Interview mit ihr geführt um sie und ihre Arbeit ein bisschen vorzustellen.

Karin, Du bist in einem Verein für Menschen die Schwerhörig sind, magst Du ein bisschen was über diesen Verein erzählen?

Ich bin ehrenamtlich tätig, weil ich auch selbst betroffen bin. Ich bin von Kind auf an Taubheit grenzend schwerhörig und ich versuche neue Wege aufzuzeigen wie man am besten mit einer Hörschädigung umgehen kann. Dazu gehört der Umgang mit Hörgeräten und welche Möglichkeiten es sonst noch für Menschen mit Hörschädigung gibt. Es geht zum Beispiel auch oft darum, wie man ohne teure Zuzahlungen davon kommen kann. Im Verein gibt es eine Gemeinschaft, wir tauschen Erfahrungen aus und wir unternehmen Ausflüge zusammen. Wir versuchen uns ein Programm zusammen zu stellen bei dem für alle was dabei ist.

Also Ihr beratet auch bei Fragen, die die Kostenübernahme von Krankenkassen und Arztbesuche angehen? Weiterlesen

Über Zeitdruck und das Leben aus der Erinnerung

oder, was wir vom Novemberregen lernen können…

Eines Tages wollte ich die Batterie von meiner Uhr wechseln lassen und bei der Gelegenheit auch gleich ein neues Armband erwerben. Ich war ohnehin in der Einkaufsstraße und ging in ein Kaufhaus das auch eine Abteilung für Uhren und hatte.

Am entsprechenden Tresen angekommen sah ich schon, dass vier Menschen vor mir in einer Schlange anstanden. Sodenn, sagte ich mir, es ist, wie es ist. Ich erwog kurz, ob ich zu einem späteren Zeitpunkt wieder kommen wollte oder ob ich ein anderes Geschäft aufsuchen wollte.

Dann entschied ich mich zu warten und diesen Moment zum entspannen und Beobachten zu nutzen. Ich stellte mich also an und bemerkte schnell, dass die Menschen um mich herum eher ungeduldig und gestresst waren. Ich nahm es als gute Übungssituation mich nicht anstecken zu lassen an – schließlich muss ich der „Einladung“ mich auf die Stimmung der anderen einzuschwingen nicht annehmen. Ein Mann, der hinter mir stand hatte eine etwas andere Vorstellung von Abstand als ich, er stand so nah, das ich bei jeder Bewegung Gefahr lief ihn zu berühren. Das war mir schon recht unangenehm, zudem er ungeduldig, leise schimpfend hinter mir stand. Ich konzentrierte mich auf meine Wahrnehmung, beobachtete die Situation und widerstand beharrlich dem Strom der Unzufriedenheit, der mich mitreißen wollte. Die Frau, die vor mir war ging und eine andere, die auf einer Bank am Tresen gesessen hatte sprang auf sie lamentierte, das es so voll sei und sie in ihrem Zustand nicht allzu lange sitzen könnte und das sie nun dran wäre, sie hätte sich nur hin gesetzt, weil sie einfach nicht mehr stehen konnte. Ok, dachte ich, inzwischen auch schon ein bisschen angesteckt, dann lass sie mal „vor“. Ich spürte, wie der Mann hinter mir leise aufstöhnte und seine Bewegungen unter leisem murren hektischer wurden. Schließlich war ich dran. Sofort wieder fröhlich beugte ich mich zu dem sitzenden Urmacher um ihm zu erklären, was ich wollte. Der arme Mann wirkte total gehetzt und gestresst, er war gar nicht in der Lage meine Freundlichkeit zu nutzen, um sich ein wenig zu entspannen. Anscheinend hatte er die ganze Stimmung der wartenden Kunden auf sich genommen und wurde nun, wie eine Nussschale auf stürmischer See hin und her geworfen. Ich wollte ihn aufmuntern und ihm ein bisschen Ruhe geben, schließlich hatte ich ja Zeit, aber er konnte mein Verständnis gar nicht mehr wahr nehmen und antwortete eher recht unfreundlich auf meine Frage, ob er denn die Schnalle von einem Armband auf der andere montieren könnte. Er meinte er könne nicht hexen und so schnell würde das alles nicht gehen… Nun, das hatte ich weder gesagt, noch gemeint…

So ging ich mit einem Gefühl, was sich zwischen Ärger, Verwunderung und Mitgefühl schwankte. Eine sehr interessante Situation, wie ich meine. Eine schöne Geschichte um zu erzählen, dass es nicht die Umstände sind, die uns stressen, sondern unsere Sichtweise der Umstände.

Während ich weiter durch die Fußgängerzone ging und ich so über den armen gestressten Urmacher in seiner Nussschale nach dachte, da zogen zwei Weitere Bilder durch meinen Sinn:

Das eine war eine Erinnerung. Ich selbst war auch vor einiger Zeit in einer ähnlichen Situation, wie der Urmacher. Ich habe als Studentin in einem Foto-Laden gearbeitet. Das war zu einer Zeit, als viele Menschen sich Papierabzüge von ihrem Filmen machen ließen. Meine Aufgabe bestand darin den Kunden ihre Bilder auszuhändigen. So standen an vielen Tagen eine ganze Reihe Menschen vor meinem Tresen, ihre Abholabschnitte in der Hand. Nicht selten standen die Menschen in dem kleinen Laden in einer Warteschlange, die bis auf die Straße reichte. Ich erinnere mich immer wieder gern an diese Situation. Ich liebte meine Arbeit und wenn die Schlange lang war, dann war ich sicher, dass mir nicht langweilig werden würde. Ich bediente einen Kunden nach dem anderen und zu jedem und jeder war ich sehr freundlich, denn ich dachte mir, wenn sie schon so lange warten würden, dann wollte ich sie auch ein bisschen für ihre Geduld belohnen, mit meiner vollen Aufmerksamkeit. Wenn jemand eine Frage hatte oder ein Auftrag ein wenig aufwendiger war freute ich mich über die Abwechslung. Jeder Kunde und jede Kundin war in dem Moment, in dem er oder sie vor mir stand einzigartig und wichtig, alle anderen blendete ich einfach aus. Warum mir das gelang weiß ich nicht. Zu der Zeit habe ich nichts über Achtsamkeitstraining oder ähnliches gewusst. Vielleicht hatte ich einfach Glück, weil es mir gelang jeden Augenblick im Jetzt zu verweilen.

Und ich bin froh, dass es so war, denn diese Situation hat mir schon oft geholfen, mich daran zu erinnern, dass ich die Wahl habe.tasse&uhr1klein

So ging ich, meiner Erinnerung folgend über das Kopfsteinpflaster und wünschte dem Urmacher ein wenig Gleichmut. Ich überlegte, ob ihm diese Geschichte vielleicht ein kleines Bisschen geholfen hätte, wenn ich die Zeit gehabt hätte sie ihm zu erzählen. Ich überlegte, welche Geschichten überhaupt Menschen helfen könnten. Und jetzt überlege ich, was sie wohl in Ihnen auslöst. Ob sie wohl ein bisschen ärgerlich sind, weil sie immer noch nicht recht wissen, wie Sie unter Zeitdruck zu einem Gefühl der Gleichmut kommen sollen. Oder, ob sich bei ihnen ein Gefühl von Weite und Leichtigkeit hinterlassen hat, ob sie Sonne und Licht gebracht hat, oder eher Regen… Weiterlesen

Umgang mit schwierigen Kunden

Als ich neulich in einem Cafe war konnte ich folgende Begebenheit beobachten:

An einem Tisch fanden sich nach und nach 10 Gäste an, die Gastgeberin hatte offensichtlich Geburtstag gehabt, Blumen Karten und Geschenke wechselten den Besitzer, man gratulierte sich und die, vor allem älteren Gäste, nahmen ihre Plätze ein. Im Cafe waren nur wenige Plätze besetzt und es gab auch nur diese eine größere Gesellschaft. Als alle sichTasse eingefunden hatten kam eine freundliche Bedienung und nahm die Bestellung auf. Es war sehr warm und sommerlich und daher kam schnell die Frage auf, ob es denn auch Eis gäbe. Es gab Eis, allerdings nur in drei Sorten, soweit so gut. Die Bestellung wurde aufgenommen, einen Moment später kam die freundliche Bedienung zurück und teilte einer der Gäste mit, dass „Erdbeer“ leider aus sei, ob sie dann lieber Vanille wolle. Die übrigen Gäste waren inzwischen zum Kuchentresen gepilgert und hatten sich Kuchen ausgesucht, dieser war auch promt geliefert worden. Auch Kaffee war bereits in zwei großen Kannen geliefert worden, wobei sich die freundliche Bedienung nicht nehmen ließ zu kommentieren, dass sie dann 5 Kännchen „umfüllen“ würde oder so ähnlich, das habe ich nicht verstanden und fand die Vorstellung auch ein bisschen verstörend, stellte ich mir doch vor, wie erst fünf Kännchen Kaffee ein und schließlich umgefüllt würden, was sicher nicht der Fall war.

Nun saßen also die Meisten Gäste vor ihrem Kuchen und warteten höflich auf das Eis damit man gemeinsam beginnen konnte. Nach einer Weile, inzwischen hatte man beschlossen einfach schon mal an zu fangen, kam dann auch das Eis. In der Küche hatte man noch die ein oder andere Frucht als Verzierung aufgetrieben, wobei ein in den Medien bekannter Restauranttester sicher nachgefragt hätte warum man die Schale von der Melone und das Grün von der Erdbeere nicht entfernt hatte. Das mag vielleicht einen Augenblick schöner aussehen, aber es isst sich einfach schlechter. Die Frau, die bereits auf das gewünschte Erdbeereis verzichten musste begann nun ihren Ersatz zu löffeln und stellte sehr schnell fest, dass es sich eher um ein Getränk als um ein Eis handelte.  Sie können sich vielleicht vorstellen, dass sie ein bisschen enttäuscht war. Dennoch aß sie, vermutlich auch aus Höflichkeit der Gastgeberin gegenüber ihr Eis und versuchte gute Miene zum geknickten Gemüht zu machen. Als eine Weile später dann abgeräumt wurde und die obligatorische Frage „hat’s geschmeckt“ gestellt wurde fiel die Antwort entsprechend aus. Besagte Dame verneinte. Zunächst hat die Servicekraft diese Antwort als Scherz aufgefasst und unglücklicherweise mit „das glaube ich Ihnen nicht“ geantwortet und gelacht. Als die Enttäschte Dame dann aber tapfer nachfasste und erneut sagte, dass es ihr nicht geschmeckt hätte, weil das Eis flüssig gewesen sei, antwortete die Servicekraft reflexartig mit Verteidigung. Das könnte nicht sein, dass Eis sei postwendend ausgeliefert worden. Jetzt meldeten sich auch die anderen Gäste die Eis erhalten hatten, dass es ihnen genau so gegangen war. Die arme Servicekraft setzte erneut zur Verteidigung an und lenkte schließlich ein, dass sie noch einmal nachforschen wollte. So nahm das Ungeschick seinen Lauf, ein alkoholfreies Bier trat auf die Bühne, bzw. das tat es eben nicht. Es wurde bestellt, eines mit Alkohol wurde geliefert, fast geöffnet zurück gegeben, dann vermutete man es gäbe noch eines im Keller, dann schließlich hatte irgendjemand vergessen es zu bestellen. Wenn man eine Erwartung so richtig gründlich enttäuschen möchte macht man dies am besten Stufenweise…  Und wenn etwas schief läuft dann eben auch gründlich.

Nach diesem Zwischenspiel erschien die Servicekraft wieder auf der Bühne, um Freundlichkeit bemüht erklärte sie, dass das Eis direkt in die Becher gefüllt worden sei und zwar von der „ersten Kraft“, was vermutlich die Kompetenz besagter Person unterstreichen sollte. Wobei ich mich schon frage, worin der Unterschiede besteht, wenn das Ergebnis doch eben nicht das gewünschte ist. Aber damit leider noch nicht genug. Beim Bezahlen der Rechnung kam das Thema erneut auf den Tisch und weil man schließlich um Kundenbindung bemüht war kam man noch einmal auf die Gesellschaft und besagte Dame zu um ihr beim nächsten Mal einen Kaffee umsonst anzubieten. Auf den Hinweis, dass man den Fehler ja bei der Rechnung hätte bereits ausgleichen können folgte eine logisch bestechende Begründung, sie hätte ja das Eis bereits gegessen und es wäre besser gewesen, wenn sie sich gleich beschwert hätte. Als I-Tüpfelchen schloss dann das Bier die Vorstellung, es erschien auf der Rechnung, blieb unbemerkt, wurde gezahlt. Schließlich kehrte eine deutlich angeschossene Gastgeberin zum Tresen zurück um den Fehlbetrag zurück zu holen.

Was glauben Sie? – Wird die Gastgeberin beim nächsten Mal wieder einen Tisch in diesem Cafe bestellen? Wie wird sie wohl über diesen Betrieb sprechen und was werden die Gäste sagen?

Sie ahnen es? Diese Gastgeberin war ich, ja und ich war traurig, dass die Gäste so viele Enttäuschungen hin nehmen mussten, diese trösteten mich und nahmen es mit Humor, natürlich, wie sollte man es auch sonst nehmen. Aber sicher werde ich es nicht noch einmal riskieren.

Für die Servicekräfte waren wir vielleicht schwierige Kunden, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es andere, weniger geduldige und freundliche Gäste gibt. Und ich kann mir des Weiteren auch gut vorstellen, dass es Gäste gibt die einfach gar nichts sagen und nie wieder kommen.

Da es mein Beruf ist Menschen in solchen schwierigen Situationen zu unterstützen habe ich die ganze Szene mit zweierlei Gemüht erlebt und beobachtet. Zum einen als private Person, die ihren Gästen etwas Gutes tun wollte, in ein schönes Cafe gehen wollte und die letztendlich für ein schales Gefühl, dass dies nicht recht gelungen ist auch noch bezahlen musste. Und zum anderen als Trainerin und Coach die überlegt hat, wie man es anders, vielleicht besser hätte machen können, damit es trotz Widrigkeiten dennoch gelingen könnte und woran es gelegen hat, dass es so unglücklich endete.

Es kann immer mal was schief gehen, das ist menschlich und wir müssen Fehler machen um aus ihnen lernen zu können. Ich schreibe diese Geschichte auf um an ihr meine Vorschläge zur Weichenstellung zu erläutern. So kann dieses Ereignis vielleicht nützlich sein, nützlich um zu erkennen, dass wir alle Menschen sind, dass es viele Schräubchen gibt an denen wir drehen können, dass wir nie perfekt sind aber immer besser werden können in allem was wir tun, ein Leben lang, Sie und ich und alle Dienstleister und Dienstleisterinnen.

 Hier nun also die Tipps die mir gerade dazu einfallen: Weiterlesen